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Jahresausstellungen 2021

ANALOG

Österreichische und Internationale Keramik der 1980er-Jahre

20. März 2021 - 16. Jänner 2022

 

Die Ausstellung zeigt eine vielfältige Auswahl aus der 80 Künstler*innen umfassenden Sammlung der früheren „Österreichischen Galerie für Keramik“, die in die Sammlung des Kunstmuseums integriert wurde. Das spannende Spektrum der Schau umfasst das gesamte Feld zwischen Skulptur, Kleinobjekt, Schmuck und Gebrauchsgegenstand und dokumentiert in außergewöhnlichen Inszenierungen deren unendliche Vielfalt an Gestalt und Ausdruck. Sie umfasst ein vielfältiges Spektrum von rund 400 Werken bedeutender nationaler und internationaler Künstler, die in den 1980er Jahren in verschiedenen keramischen Bereichen tätig waren, von der Gefäßkeramik über Objekte, Reliefs und Wandelemente bis zur Skulptur, darunter Highlights von Kurt Ohnsorg oder Kiki Kogelnik, sowie Werke namhafter Keramiker aus Deutschland, Tschechien, Ungarn, Belgien, Holland, Dänemark, England, Mexiko und den USA und Beispiele junger Designer aus Österreich.

 

In außergewöhnlichen Inszenierungen zeigt die Schau einen Querschnitt der großen Vielfalt an handwerklichen Techniken, neuen Ausdrucksformen und Strömungen, die sich in dieser Dekade des vorigen Jahrhunderts entwickelt hatten. „Die Leitlinien der Leistungen der 80er Jahre deuten auf konzeptionelle Dimensionen hin und zeigen den Trend von den traditionellen Klischees weg zu aktuellen Kunstrichtungen zu gelangen, vom Environment bis zum plastischen Gebrauchsgegen-stand...“ schreibt Heide Warlamis 1984 im Katalog „Zeitgenössische Keramik in Österreich.“

Der Begriff ‚Analog‘ steht für die Gegenüberstellung zur heutigen Welt des ‚Digitalen‘ und verweist auf jene Zeit, in der in nachvollziehbaren Arbeitsprozessen reale Materie geformt und verwandelt wurde. „Gerade die keramische Kunst spricht im Besonderen eine globale tiefenökologische Sprache, die die Welt als integrales Ganzes sieht, der die Verbundenheit des Menschen mit der Erde regelrecht eingebrannt ist“,  so Kurator B. Antoni-Bubestinger.

Vorgeschichte und Sammlung
1981 gründete Heide Warlamis die „Österreichische Galerie für Keramik“ (Art-Gallery, Keramik-Studio) in der Wiener Innenstadt. Ziel und Anspruch war, der aufstrebenden zeitgenössischen Kunst der Keramik eine Plattform zu geben. Der Galerie war aber auch stets der Vergleich mit dem internationalen Geschehen ein Anliegen. So fanden zahlreiche Präsentationen von Künstlern, etwa aus Deutschland, Tschechien, Ungarn, den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien, Mexiko und den USA statt. Aus heutiger Sicht ist diese Sammlung ein seltenes Zeugnis eines eindrucksvollen künstlerischen Zeitabschnitts, der bis heute nachwirkt.

Keramische Kunst ist durch alle unterschiedlichen Stilphasen eine verlässliche Konstante, die nicht nur alle Experimente überlebt, sondern auch ganz selbstverständlich, ohne Scheinkonstruktionen, den Anspruch der Moderne einlöst, Kunst und Leben ineinander aufgehen zu lassen.