Gründer und Leiter

Die beiden Künstler Prof. Heide und Prof. Makis Efthymios Warlamis gründeten 1992 das Internationale Designcenter I.DE.A und 2009 das gemeinnützige Kunstmuseum Waldviertel in Schrems. Mehr Informationen finden Sie auf warlamis.at.

Heide Warlamis

Geboren 1942 in Klagenfurt, ist Bildhauerin, Designerin, Managerin und Pädagogin. Zu ihren bekanntesten Werken zählt die Entwicklung, Produktion, sowie weltweite Präsentation und Vermarktung des Porzellan-Designprogrammes mit dem Markennamen 'Vienna Collection'. Zusätzlich Großplastiken, Bronzen und Installationen in öffentlichen und privaten Gebäuden; Leitung verschiedener Galerien u.a. der Österreichischen Galerie für Keramik, Wien; Lehrtätigkeit; sowie weltweite Ausstellungen ihrer skulpturalen Werke.

Efthymios Makis Warlamis - 18.4.1942 – 27.12.2016

Prof. Mag. Arch. Dr. hc, Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst und des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich

Warlamis war Architekt, Maler, Designer, Dichter, Schriftsteller, Pädagoge und Museumsgründer.
Geboren in Nordgriechenland lebte und arbeitete er seit 50 Jahren in Österreich. Er war verheiratet mit der Künstlerin Mag. Art. Heide Warlamis (Bildhauerei, Keramik, Design).

Warlamis war persönlich befreundet mit zahlreichen international bekannten Künstlern, Wissenschaftlern, Politikern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Zu diesen zählten u.a. Mikis Theodorakis und Friedensreich Hundertwasser, sowie Papst Benedikt XVI. und der ökumenische Patriarch Bartholomaios I.

Für Warlamis war die Kunst ein Medium, das alle Bereiche des Lebens durchdringt, gestaltet und erneuert. Der Universalkünstler hat stets für die Gemeinschaft gelebt und gearbeitet und seine Kunst eingesetzt für die Kommunikation und Verständigung, für den Dialog zwischen den Kulturen und zwischen den Generationen. Seine Arbeit war geprägt von tiefer Spiritualität.
Ein besonderes Anliegen war ihm stets die Förderung von Kindern und Jugendlichen.
Er hat sich engagiert und eingesetzt für seine Geburtsheimat Griechenland und seine Wahlheimat Österreich. Im Besonderen für Niederösterreich, das Waldviertel und die Stadt Schrems hat er unzählige Projekte realisiert.

Der Künstler-Architekt lehrte an verschiedenen  europäischen Universitäten, initiierte und leitete 1995 die “World Ecological Academy of Santorini”, im Rahmen des Kooperationsprogrammes der europäischen Universitäten, MED Campus und leitete 1988 die Meisterklasse für experimentelle Architektur an der Internationalen Salzburger Sommerakademie in Zusammenarbeit mit Friedensreich Hundertwasser.

Gemeinsam mit seiner Frau Heide Warlamis gründete (1992) und leitete er das Internationale Zentrum für Kunst und Design I.DE.A., sowie 2009 das Kunstmuseum Waldviertel in Schrems Niederösterreich.

Seit 1982 realisierte er große internationale Personalausstellungen in Museen und Ausstellungszentren der Welt in Europa, USA, Asien und Ägypten.

Warlamis begann sein Werk im Umfeld der radikalen Wiener Architektenavantgarde der 1970er Jahre mit Ausstellungen, experimentellen Kunst- und Architekturprojekten, sowie soziokulturellen und städtischen Forschungsprojekten und entwickelte sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einem „Gesamtkunst-Künstler, einem „uomo universale“, die wir längst ausgestorben wähnten.“ (Prof. Dr. Volker Fischer, Kunsthistoriker, Deutsches Architekturmuseum und Museum für angewandte Kunst Frankfurt).

Durch seine enge Zusammenarbeit mit Prof. Karl Schwanzer (ehem. Assistent von Josef Hofmann) und Prof. Norbert Schlesinger zählt Warlamis zu den unmittelbaren Nachfolgern der Tradition der ‚Wiener Werkstätte‘, die er in seiner ganzheitlichen Arbeitsweise und in seinen Designkonzeptionen neu belebte und weiterführte. Zu den bekanntesten Designprogrammen seiner umfassenden „New Age Philosophie“, die mit großem Erfolg international präsentiert wurden,  gehören:  Das mehrfach ausgezeichnete ‚Makis – Kindermöbelprogramm‘, die Warlamis Kunstteppiche und die ‚Waldviertler Sitzsteine‘ (Living Sculptures).

Zu seinen herausragendsten architektonischen Arbeiten zählen u.a.: Das Projekt für die Musikhalle Hamburg, Die Kirche der Frohen Botschaft in Waidhofen/Thaya (2004) und das Kunstmuseum Waldviertel mit dem Skulpturenpark (2009) und das einzigartige Planungskonzept für eine Krypta für den Apostel Paulus über das der emeritierte Papst Benedikt XVI. an Prof. Warlamis schreibt: „Ich finde es bewegend, dass Sie Ihre Arbeit als Architekt als theologischen Auftrag auffassen…. In meinen Gedanken und Gebeten begleite ich Ihre Arbeit…“

Warlamis' malerisches Oeuvre umfasst zahlreiche große Bilderzyklen, aus denen der Zyklus ‚Christus Heute‘ besonders herausragt. Seine Werke sind vertreten in internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a. Graphische Sammlung der Albertina, Wien, Museum Moderner Kunst Wien, DAM Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Sammlung Alexander Jolas,  Sammlung des Landes NÖ, Sammlung Liaunig etc.

Warlamis erhielt inter/nationale Auszeichnungen und Preise für sein vielschichtiges Werk, u.a.:
2009 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich und
2010 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Er war Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Künste, Moskau und Honorarprofessor der Universitatea de Arta si Design in Cluj-Napoca, Rumänien

Veröffentlichung von ca. 50 Fachpublikationen, Katalogen und Büchern.